Beschreibung

Laila al-Jamila

Name Laila al-Jamila
Heimat Al'Anfa
Profession Druidin
Sozialstatus 7
Alter 20 (1. Periane 1013 BF)

In den frühen Morgenstunden des 1.Peraine erblickte ein kleines Mädchen das erste Mal das Licht der Welt. In den folgenden 9 Jahren wuchs Laila al-Jamila bei deiner wohlhabenden Händler-Familie in Al´Anfa auf.

Bis sie in einer warmen Rondra-Nacht erwachte und in ein Augenpaar blickte. Sie wollte schreien, aber kein Ton verlässt ihre zugeschnürte Kehle. Sie war hellwach und wusste dennoch nicht was sie tat, als sie sich anzog und mit dem Eindringling in der Dunkelheit der Stadt verschwand.

Sie hasste den alten Mann! Doch blieb ihr nicht viele Wahlmöglichkeiten. Nach wenigen Tagen auf Reisen konnte sie schon nicht mehr sagen wo sie waren und alles sah für dieses Stadtkind gleich aus. In der ersten Zeit versuchte sie noch wegzulaufen, was allerdings immer vergebens war da in der Wildnis der alte Mann nicht das Gefährlichste war. Oft fielen ihr Bären und Wölfe auf, die dicht an ihrem Lager Kreise zu ziehen schienen.

Nach endlosem wandern schienen sie ihrem Ziel schon sehr nahe zu kommen. Denn an einem besonders stürmischen Abend, es musste schon Ende des Travia sein, kamen sie an einen Waldrand und er befahl ihr hier auf ihn zu warten. Selbst wenn sie gewollt hätte, ihre Beine könnten sie keinen Meter weiter tragen. So beobachtete sie das Schauspiel, dass nun da zwischen dem alten Mann und einer schwarzgekleideten Person vor sich ging. Es gab einen Schlagabtausch, dann leuchtete es hell auf und gab einen lauten Knall. Sie schloss die Augen und drehte den Kopf weg. Als es wieder leise war und es deutlich dunkler wieder wurde, öffnete sie die Augen und sah dass der schwarzgekleidete Mann am Boden lag. Der alte Mann kniete neben ihm und schien ihn zu durchsuchen. Dann stand er auf und ging schnellen Schrittes zu Laila herüber, er wirkte gar nicht mehr so alt und auch nicht mehr so erschöpft von dem Reisen. Nun stand er vor ihr und legte ihr eine Hand auf den Kopf. Die andere streckte er zum Himmel und schloss die Augen. Laila bekam eine Gänsehaut. Irgendwas komisches ging hier vor. Plötzlich kam ein eiskalter Windhauch von hinten und sie konnte ein Surren hören. Als sie zu dem alten Mann hoch blickte, waren seine Augen weit aufgerissen und ein Pfeil steckte in seinem Hals. Ihr wurde schlecht und sie konnte merken wie weich ihre Beine auf einmal wurden, waren sie doch eben noch so hart wie Beton. Dann wurde es dunkel um sie herum.

Als sie die Augen wieder aufschlug guckte sie auf ein winziges Wesen das auf ihrer Nase stand und sich anscheinend um guckte. Es sah fast aus wie ein kleiner Mensch, nur hatte es wunderschöne Flügel. Es war das schönste Geschöpf was sie je gesehen hatte. Langsam richtete sie sich auf und und das kleine Wesen flog ein Stück davon, sie verfolgte es mit den Augen bis das Wesen sich auf dem Kopf eines anderen Wesen niedergelassen hatte. Dieses Wesen sah im Grunde aus wie ein Mensch nur mit zu großen Augen, zumal diese auch zu schräg waren. Ebenfalls markant waren die großen spitzen Ohren. Mit piepsiger Stimme erklang von dem kleinen Wesen ein: „Na aufgewacht? Ich heiße Floriel und das hier ist Kiovar Mondsang.“ mit einer leichten Geste deutete es auf das größere Wesen. Laila musste mehrmals blinzeln und stotterte dann: „Mein Name ist Laila al-Jamila. Was seid ihr?“ Das kleine Wesen erklärte ihr sie sei eine Fee und das andere sei ein Elf. Der Elf schwieg und musterte sie aufmerksam. Er schien noch recht jung zu sein, trug ein Leinenhemd und eine Lederhose. Zudem trug er einen Bogen und einen Köcher auf dem Rücken. Dann stand der Elf auf und reichte ihr die Hand um ihr hoch zu helfen. Sie griff zu und seine Stimme klang himmlisch als er sagte: „Bannbaladin“. Sie dankte ihnen für die Rettung, auch wenn sie sich dabei nicht ganz sicher war. Die kleine Fee setzte sich auf seine Schulter und forderte Laila auf mitzukommen. Diese folgte ihnen und je länger die drei zusammen unterwegs desto besser verstand Laila die komische Sprache und Worte die der Elf von sich gab. Bei ihm lernte sie viel über die Natur und die Wesen die in ihr lebten. Sie folgte ihm auf seiner Reise auf Schritt und Tritt ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben wohin sie sie führen würde.

Es war sicher schon Mitte Hesinde sein, denn die Tage warten sehr kurz und die Nächte immer kälter, als sie das erste Mal seit beginn ihrer Reise in ein kleines Dorf kam. Die kleine Fee war schon vor einigen Meilen verschwunden, was ihr aber nicht selten vorkam. Nach einiger Zeit tauchte sie dann aber immer wieder auf, meist mit Informationen über die umliegende Natur. Fast seltsam kamen ihr die vielen anderen Menschen vor und es war soviel lauter und unsteter als die Harmonie der Natur. Der Elf ging geradewegs auf eine etwas abgelegenere Hütte zu. Er klopfte kurz, dann trat er ein. Im inneren der Hütte brannte nur ein gedämpftes Licht. Es stand eine Bett aus Stroh bezogen mit Leinen gegenüber der Tür und davor kniete ein kleiner Mann. Auf dem Bett wand sich ein junger Mann unter schmerzen. Beim näher treten sah man, dass der kleine Mann den jungen Mann am Arm berührte, wo ein rötlich eingefärbter Verband eine Blutung stoppte. Kiovar wies Laila an sich in eine Ecke der Hütte auf ein freies Strohbett zu setzen und setze sich dann neben sie. Es dauerte sicher ein bis zwei Stunden, und Laila wären auch beinahe die Augen zugefallen, als der kleine Mann sich erhob und seinen Blick auf Kiovar und Laila richtete. Kiovar stand auf und reichte ihm die Hand: „Bannbaladin“ der kleine Mann erwiderte es mit demselben und lächelte. Seine Zähne wirkten leicht gelb was allerdings auch am matten Licht der Kerzen liegen konnte. Er hatte eine schlichte Robe an, seine Haare waren grau-weiß und gingen nahtlos in seinen buschigen Vollbart über. Er blickte an Kiovar vorbei zu Laila und fragte, ohne sie aus den Augen zu lassen: „Was kann ich für dich tun? Wer ist das Mädchen? Ist sie verletzt?“ Ein kleines Lächeln umspielte die Lippen des Elf´s. „Nein. Aber vielleicht interessiert sie dich? Ich habe sie am Rande von Andergast gefunden. Sie schien mit einem Menschen unterwegs zu sein, doch nicht freiwillig. Er nutzte die Kraftlinie am Waldrand um erst einen Gildenmagier zu töten und wollte sich dann ihres Körpers bemächtigen. Da schritten Floriel und ich ein. Sie zog seit den letzten Tagen Travias mit uns und zeigte einiges an Interesse und Geschick, was den die Achtung Sumu´s angeht. Aber da nun die Tage kürzer werden und kälter, kann sie nicht mehr mit uns reisen. Nun dachte ich, sie könnte sich vielleicht bei euch beweisen?“ Der Mann lächelte und verbeugte sich. „Den zwölfen zum Gruße. Mein Name ist Barl Eichholz.“ Laila erhob sich und machte ungeschickt einen kleinen Knicks. „Ähm, sehr erfreut. Mein Name ist Laila al-Jamila.“ Von diesem Tag an lebte sie bei Barl Eichholz. Er unterrichtete sie im Umgang mit irdischen Heilmethoden ebenso wie in magischen.

Viele Jahre gingen ins Land. Sie wurde älter und bald konnte Barl ihr nichts mehr beibringen. Aber er schwärmte ihr seit langem vor, wie wunderschön die Wälder und ihre Lebewesen waren und schickte sie aus, von ihren zu lernen und Sumu zu ehren.

So machte sich Laila al-Jamila im Alter von 20 Jahre auf den Weg die Wunderwelt der Natur zu erkunden und begegnete dabei auch einigen Schrecken. Wälder die gerodet wurden, Tiere die aus Spaß gejagt und getötet wurden, der Fluss der Natur wurde durch den Mensch und andere rücksichtslose Kreaturen gestört. Sie zog sich mehr und mehr in tiefere und einsamere Gegenden zurück, fern ab von der Zerstörung.

Bis sie eine junge Frau durch den Wald laufen sah. Das bemerkenswerte war, dass sie nicht alleine unterwegs war. Sie schien sich zu unterhalten. Aber Laila konnte keinen anderen Menschen sehen, sondern nur eine kleine Katze. Konnte sie sich vielleicht auch mit Tieren verständigen? Oder führte sie nur Selbstgespräche? So oder so war Laila´s Neugierde geweckt. Sie trat an die junge Reisende ran: „Den zwölfen zum Gruße.“ Die junge Frau drehte sich gefasst um und musterte Laila. „Zum Gruße. Was kann ich für euch tun?“ „Oh, ich sah nur dass ihr alleine hier wandert und ich dachte es wäre für uns beide vielleicht sicherer wenn wir gemeinsam reisen würden. Was haltet ihr davon?“ Die Frau wechselte einen schnellen blick mit der Katze und nickte dann. „Einverstanden. Mein Name ist Jule.“ sagte sie, lächelte und reichte Laila die Hand. Sie reisten zusammen weiter und Laila entschloss sich Jule zu einer kleinen Stadt zu begleiten, um dort einen Baron zu treffen. Im nächsten Dorf machten sie Rast und halfen einem Rattenfänger, der ihnen daraufhin auf Schritt und Tritt folgte.